|
Font
Schriftzeichensatz, Schriftart, Type, Lettern-Stil
Schriftart; Satz zusammengehörender Textzeichen.
Ein Font (auch: "Type Font", "Typeface"; Dt.: "Schrift, Schriftart, Schriftform") ist ein Satz zusammengehöriger Textzeichen (Buchstaben, diakritische Zeichen und Interpunktionszeichen) desselben Erscheinungsbildes und Stils. Bekannte, weit verbreitete Fonts sind zum Beispiel Times Roman, Arial, Verdana, Helvetica oder Garamond. Ein Font ist also ein Set von grafischen Darstellungen von Buchstaben (Glyphen). Ein Font ist eine Datei, in der jedem Textzeichen (Engl.: "Character") dessen Bildnis (Glyphe) zugeordnet ist. Mit Hilfe eines Fonts werden die Zeichen eines Zeichsatzes (Engl.: "Character Encoding Scheme"; CES") in darstellbare Zeichen für Bildschirm und Druck umgesetzt. Daher können die Buchstaben eines Zeichensatzes nur dann auf dem Bildschirm dargestellt oder vom Drucker ausgedruckt werden, wenn der Font für jeden "character" eines CES eine Glyphe bereitstellt. Zur Darstellung von Sonderzeichen genügt es folglich nicht, den passenden Zeichensatz zu verwenden, man benötigt auch einen geeigneten Font.
Man unterscheidet unter anderem Serifen-Schriften und serifenlose Schriften, wobei Serifen die kleinen "Ausläufer" (abschließenden Striche) am Buchstabenkörper sind. "Times Roman" zum Beispiel ist eine Serifenschrift, während "Arial" ein serifenloser Font ist.
In der Regel gibt es von jeder Schrift mehrere Schriftschnitte, zum Beispiel Normalschnitt, Kursivschnitt (Engl.: "Italics"), fetter Schnitt (Engl.: "Bold") und fett-kursiver Schnitt (Engl.: "Bold-Italic"). Die verschiedenen Schnitte und Größen des selben Fonts bilden eine Schriftfamilie. So gehören zum Beispiel zur Schriftfamilie der Garamond Schriftschnitte wie normal, kursiv, fett, halbfett kursiv und Kapitälchen.
Die Größe der Buchstaben - der Schriftgrad - wird meist in Punkt angegeben. Ein Punkt waren früher 0,376 Milimeter, heute ist er in Angleichung an das metrische System mit 0,375 mm festgelegt. Beim Bleisatz bilden alle Lettern-Größen einer Schriftform eine Garnitur. Es gibt meist mehrere Garnituren derselben Schrift, zum Beispiel eine in 10 Punkt Letterngröße und eine in 14 Punkt. Da bei elektronisch gespeicherten Vektor-Schriften (Engl.: "Stroke Font", "Vector Font", "Outline Font") eine Formbeschreibung gespeichert wird, die skaliert, also zu verschiedenen Schriftgrößen vergrößert oder verkleinert werden kann, ist im "Desk Top Publishing" der Begriff "Garnitur" ungebräuchlich geworden.
Eine Vektor-Schrift (auch als "Konturschrift" bezeichnet) ist ein Font, in dem die Zeichen als Anordnung von Liniensegmenten gezeichnet werden. Bei PostScript-Schriften und TrueType-Schriften handelt es sich um solche Konturschriften. "TrueType" ist eine Sammelbegriff für Konturschriften, bei denen die Darstellung auf dem Bildschirm ihrem Druckbild entspricht (WYSIWYG-Schriften). In der elektronischen Textverarbeitung werden neben Vektor-Schriften auch Bitmap-Schriften (Engl.: "Bitmapped Font") verwendet. Während Vektor-Schriften auf den Strecken und Kurven zwischen Flächenkoordinaten beruhen, sind Bitmap-Schriften aus einzelnen Bildpunkten (Pixeln) aufgebaut (gerastert). Jedes Zeichen eines Bitmap-Fonts wird als Punktmuster beschrieben. Bitmap-Schriften lassen sich daher nicht ohne Qualitätsverlust skalieren. Wird ein Bitmap-Buchstabe über die vorgesehene Auflösung hinaus vergrößert, wirkt er gestuft (treppig). Diesem Treppeneffekt kann bis zu einem gewissen Grade durch Kantenglättung (Anti-Aliasing, Dithering) entgegengewirkt werden. Bei der Vergrößerung von Vektor-Schriften sind solche Maßnahmen nicht erforderlich.
Als "Screen Font" (Dt.: "Bildschirmschrift") bezeichnet man eine Schrift für die Anzeige auf einem Computer-Bildschirm. Oft korrespondiert eine Bildschirmschrift mit einer PostScript-Schrift für den Druck.
 Druckversion
|