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MIME
Multipurpose Internet Mail Extensions
Mehrzweck-Internet-Post-Erweiterungen
Mehrzweckerweiterungen für E-Mail
Verfahren für den Versand von Binär-Dateien per E-Mail

 Kategorie:     E-Mail Internet Protokolle Schriftcodierung Web-Präsenz

Die "Multiporpose Internet Mail Extensions" (MIME) sind ein Standard-Verfahren, das es erlaubt, beliebige Dateien zusammen mit einer E-Mail als deren Anhang (Attachment) zu übertragen.

Über die E-Mail-Protokolle "Post Office Protocol" (POP) und "Simple Mail Transfer Protocol" (SMTP) konnten zunächst nur Text-Dateien im 7 Bit-ASCII verschickt werden, keine Binär-Dateien. E-Mails bestanden daher ursprünglich lediglich aus ASCII-Zeichen. Um auch Sonderzeichen (etwa Umlaute) übertragen zu können, die zum erweiterten (8 Bit-)ASCII-Zeichensatz gehören, sind die "Multipurpose Internet Mail Extensions" erforderlich. Die MIME erweitern E-Mails auch um die Möglichkeit zum Versand von Binär-Dateien (zum Beispiel Grafiken, Video- und Audio-Dateien, Programme oder Fax-Nachrichten). Solche Daten können dank MIME an E-Mails angehängt werden, ohne dass sie zuvor in das ASCII-Format umgewandelt werden müssen. MIME geht damit einen anderen Weg als UUEncode oder BinHex, zwei Programme, die Binär-Dateien in ASCII-Text übersetzt, um sie per E-Mail versenden zu können.

Voraussetzung für den Empfang und die korrekte Darstellung von E-Mail-Anhängseln ist allerdings, dass das Mail-Programm des Empfängers ebenfalls den MIME-Standard unterstützt.

In einem MIME-Attachment ist die Übertragung von in böswilliger Absicht geschriebenem Code (zum Beispiel eines Virus' oder eines Trojanischen Pferdes) möglich, die in reinen ASCII-Mails nicht vorkommen können. Insofern stellt MIME ein gewisses Sicherheitsrisiko dar.

MIME ist ein Bestandteil des "Hypertext Transfer Protocol" (HTTP) und in dem "Request for Comment" (RFC) 1341 spezifiziert. MIME I und MIME II wurden im Jahre 1993 in RFC 1521 und RFC 1522 näher spezifiziert.

Die ursprünglich für E-Mails verwendeten MIMEs werden heute auch in anderen Anwendungen als Verfahren zum Bezeichnen von Inhalten angewendet, zum Beispiel die WAP-MIMEs auf Web-Servern.

Der Client kann aus den MIME-Types entnehmen, welchen Typ von Daten - einfacher Text, HTML-Dateien, WML-Dateien, Graphiken ... - er von dem Server erhält.


 Querverweise:     ASCII Attachment E-Mail HTTP QP UUEncode WAP-MIME
 Externe Verweise:     --
 Letzte Aktualisierung:     2002-02-23
     Autor:     jm


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